dribbble.com - Das Designertwitter

Gerade bin ich über einen kleinen Service speziell für Designer gestoßen, der verdammt nützlich ist, um seinen Design-Fähigkeiten ein Fein-Tuning zu unterziehen.

Dribble

Das Ding heißt dribbble.com , mit drei "b" und man könnte es am besten als eine Art Designer-Twitter beschreiben. Eigentlich knipst man einen Screenshot von dem Ding, an dem man gerade arbeitet und postet es dann auf dribbble. Daraufhin geben andere Designer ihren Senf dazu, im besten Falle nützliche Ratschläge, wie man das Ding noch besser machen kann. Man kann anderen Designern folgen und deren Screenshots quasi abonnieren.

Probiert es mal aus. Ich werd' es bei Gelegenheit tun und Euch auf dem Laufenden halten.

Farbumrechner HKS - PANTONE - RAL - CMYK - RGB

Wie bekomme ich es hin, dass die Farbe des Firmenwagen, der Website und der Geschäftsfassade möglichst exakt der Zusatzfarbe des Corporate Designs entsprechen? Die Antwort ist: Man muss umrechnen. Zum Glück nicht selbst, denn das haben schon andere für einen besorgt.

Color

HKS - Deutsches Festfarbsystem für den Druck auf Papier
RAL - (Reichsausschuss für Lieferbedingungen) Deutsches und teilweise internationales Festfarbsyystem für Wandfarben, Lacke, Folien etc.
PANTONE - Amerikanisches und internationales Festfarbsystem für den Papierdruck.
CMYK - Vierfarbdruck. Cyan, Magenta, Yellow, blacK
RGB - Dreifarbmodell für Bildschirmfarben, Red, Green, Blue

HKS/CMYK/RGB-Tabelle: http://www.colormatch.de/
PANTONE/RAL/CMYK/RGB-Tabelle: http://www.visibuzz.com/

Das Rüstzeug des Grafik-Designers (2): Schriftmuster

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Ganz ähnlich wie beim Papier muss der Grafik-Designer auch eine Auswahl an Schriftmustern besitzen, um Schriften nachschlagen und auswählen zu können. Dabei unterscheidet man zwischen Schriftkatalogen, wie etwa dem FontBook oder Schriftmusterheften/büchern.

Schriftkataloge

Alle Foundries (Schriftenschmieden) geben selbstverständlich einen Katalog heraus, in dem der Grafiker alle von ihnen produzierten Schriften einsehen und bei Bedarf bestellen kann. Heutzutage ist es auch durchaus üblich, vor allem bei kleinen Herstellern, auf einen Papierkatalog zu verzichten und sich allein aufs Web zu beschränken. Doch vor allem beim Einschätzen der Wirkung einer Schrift auf dem Papier ist ein klassischer Katalog noch nicht ersetzbar. Folgende Schriftenkataloge gelten als Muss, da sie die häufigsten und bekanntesten Schriftarten abdecken:

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FontBook - Das vom Berliner FontShop herausgegebene Verzeichnis enthält alle Schriften mit denen der FontShop handelt. Enthalten sind beispielsweise die FonFont-Schriften, Bitstream und Monotype-Schriften sowie viele Adobe-Schriften. Das aktuelle FontBook4 als hardcover bestellt man beim FontShop zum frechen Preis von 99,00 Euro. (Es ist nicht schlimm, eine ältere Ausgabe zu ergattern. Da der FontFont-Katalog gratis ist.)
http://www.fontshop.de/

FontFont - Deutschlands durchschlagendste Schriftenschmiede gibt regelmäßig einen Katalog seiner Schriften heraus. Aktuelle und klassische Hits wie die FF Dax die Meta, die Fago oder unterschätze Schätzchen wie die Quadraat finden sich hier. Bestellt ihn einfach über folgende E-Mail-Adresse: catalogues@fontfont.com
http://www.fontfont.com/

Linotype Typeface Catalog - Der große Konkurrent des FontBooks ist der Linotype Katalog. In eher klassischer Aufmachung und zu einem deutlich günstigerem Preis von zuletzt ca. 20 Euro bekam man alle Linotype, Adobe, ITC-Klassiker und noch einiges mehr aufgeführt.
http://www.linotype.com

Fontbureau Specimen Book
- Amerikas Top-Foundry hat Brecher wie die Nobel oder die Prensa in petto. Den Katalog gibt es gratis, nur die Lieferung kostet. Wer nicht warten will, kann ihn hier herunterladen.

Emigre Type Catalog - Emigre ist seit den Achtzigern eine Kult-Founrdy, die immer wieder mit überraschenden, neuen Schriften herauskommt. Auch finden sich hier Klassiker wie die Mrs. Eaves und Spezialfonts wie die Brother. Für 10 Dollar kommt der Katalog zu Euch nach Hause. Einige Schriftmusterhefte sind inklusive. Eine Kostprobe kann man sich auch hier herunterladen.
http://www.emigre.com/

Schriftmusterhefte/-bücher

Wenn ein Schriftenhersteller eine Schrift besonders pushen möchte und sich hohe Verkaufszahlen verspricht, dann gibt er häufig Schriftmusterhefte heraus. Hier wir die betreffende Schrift an die Front geschickt und muss sich durch allerlei Layoutbeispiele schlagen. Ziel ist es die Bandbreite und die besondere Eignung der Schrift zu demonstrieren. Oftmals avancieren diese Publikationen zu wahren Sammlerstücken.

Beispiele

  • Linotype: Fonts in Focus. Bestimmte Schriften bekommen in einem Magazin eine Bühne, um sich in Szene zu setzen: Download
  • Besonders hübsch, die Terra Nueva von Sebastian Nagel: Download
  • Hier stellt Friedrich Althausen seinen Freefont "Vollkorn" vor, eine tolle Textschrift: Download

Viel Spaß beim Entdecken!

(download)

Noch mehr Gratis-Tools und Ressourcen für Text und Design

Der Alltag drückt schwer auf dem Rücken der Kreativen. Um so entspannender ist es, wenn man ein paar kleine Helferlein aus dem Web auf reserve hat, die einem dann und wann unter die Arme greifen:

Texten

Die neue Deutsch Rechtschreibung Auch wenn sie wenig Freunde hat, hier kompakt erklärt: http://www.akademie.de

Zitate aus der Werbung Für alle Henry Ford-Fans. (Auch mit Slogans und Sprichwörtern)
http://www.slogans.de

Schwierige Grammatikfälle, knifflige Zeichensetzung, problematische Rechtschreibung

http://www.keinekuhhaut.de/

Schreibregeln.
Einige wichtige Regeln für die richtigen Abstände, Umbrüche und Zeichen. Kompakt im PDF.
http://www.zvisionwelt.de/typokurz.pdf

Buchtipp: "Ralf Herrmann, Zeichen setzen". Satzwissen und Typoregeln für Textgestalter. Ein genialer Typo-Pedant.

Grafik-Design

Wie interpretiert der Browser die gewählte Schrift?
http://www.typetester.org/

Farbpaletten aus Fotomaterial erstellen

http://www.colorhunter.com/

Farbpaletten mit verschiedenen Farbharmonien erstellen
http://www.colorblender.com/

Nutzen-Bestimmung für den Druck. Für Spezialisten.
http://www.appl.de/planoformat

Einen Film vom Bildschirm mache
n.
http://goview.com

Nimm doch mal wieder 'ne Headline-Schrift

Steigt er ins Thema Typografie ein, so wird dem Anfänger zumeist empfohlen, sich auf maximal zwei Schriften pro Layout zu beschränken. - Ein guter Tipp für Anfänger, der sich aber oft so tief einbrennt, dass viele Designer auch noch Jahre später an der "Zwei-Schrifteritis" leiden.

Die Folge ist dann zumeist ein, na sagen wir recht nüchterner Gestaltungsstil, der auch gerne mit Symptomen der "Rechteckeritis" einhergeht. Deshalb sollte man von Zeit zu Zeit den alten Ballast abwerfen und eine schöne, zum Thema passende Headline-Schrift verwenden.

Doch woher nehmen?
Von kommerziellen modernen Satz-Schriften gibt es mehr und mehr Display-Varianten. Diese Schnitte sind wesentlich feingliedriger und detaillierter als eine Schrift, die für Fließtext gestaltet ist.

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Oben: Minion Caption (Bildunterschrift), unten Minion Display

Freefonts sind doch noch immer die erste Wahl, wenn es um Headline-Fonts geht. Es gibt von ihnen abertausende im Netz und zu jedem Thema. Und da ist auch das Problem: Wie finde ich die Nadel in diesem Heuhaufen? Einige dieser Freefont-Seiten sind erstaunlich gut sortiert, so auch dafont.com. Besonders die gute Verschlagwortung lässt die Seite aus anderen Angeboten herausragen, auch der Umfang ist gewaltig. Qualitativ gute Headline-Schriften machen Ray Larabie und Rian Hughes.

Probieren wir es einmal aus
Ich nehme den Duden und schlage eine beliebige Seite auf, suche nach einem sinnvollen Begriff, der unser Thema sein wird: Fffffft! "Fahrbahn". Na gut, machen wir im Kopf schon einmal eine Vorauswahl: Straßenschilder mit konstruierten Lettern, oder schmalfetten amerikanischen Gothics (So heißen die typisch amerikanischen Groteskschriften). Dann haben wir Nummernschilder, Autologos, Werbetafeln, Bauschilder, Werkstätten- und Tankstellenschilder oder Tachozahlen - All das soll jetzt unsere Inspiration sein.

Los geht es. Ab auf dafont. Hmm. Probieren wir doch die Kategorie "Fancy", also Zierschriften und die Unterkategorie "Oldschool" - Vielleicht finden sich hier ein paar Logoschriften alter Automarken.
Pech gehabt - Nichts dabei. Nächste Kategorie:"Eroded", also Schriften, die einwenig gebraucht ausschauen, vielleicht gibt es ja eine mit Asphalt- oder Reifentextur: Klick, klick! Bingo! "Gipsiero" soll sie heißen und schaut aus, wie die Schrift eines alten Werbe-Schilds für ein Tex-Mex-Steakhouse an der Route 66. Und es sieht aus als ob schon ein paarmal jemand drübergefahren wäre - perfekt!

Bahne

Und "Zack" - haben wir einen kleinen, ganz unlangweiligen Flyer zusammengeklickt. Die Gipsero erfüllt ihren Dienst ganz nach Vorschrift, nur noch die "ArtistStamp", ebenfalls ein Display-Freefont dazugepackt, auch die Turnpike und zum Abrunden noch die Futura. Vier Schriften auf kleinstem Raum. Gar kein Problem.

Aber Vorsicht!
Bei Displayfonts, sofern sie nicht aus Deutschland stammen, bleibt immer ein Restrisiko, dass keine Umlaute enthalten sind, Hier muss man dann selbst noch einmal Hand anlegen und die Pünktchen noch obendrauf setzen. Auch das Eszett ist kein gerngesehener Gast bei den nicht-vaterländischen freefonts. Das Kerning (Der Abstand der Buchstaben unter einander) wird ebenfalls oft vernachlässigt, doch ein etwas geübter Grafiker kann das leicht korrigieren. Für längere Textstücke sollte man deshalb Freefonts meiden. Ausnahmen gibt es dennoch, doch das beim nächsten Mal.